Projekt 2018 AarErwandern-3 - Wandern der Aare entlang

Projekt 2018 AarErwandern Update: 04.09.2018 / aktuell: Etappe 24   
Aarewanderung-Flusswanderung! Das ist: Tageweise (in der Regel bei schönem Wetter) - verteilt von Juni bis ca. Oktober 2018 - dem Fluss Aare folgen, vom Einfluss in den Rhein in Koblenz flussaufwärts bis zum Ursprung im Grimselgebiet. Total ca. 297 km - Etappen-weise (mit öV kein Problem) - gemütlich, gemächlich, besinnlich mit viel Zeit und Musse, um die Nase in den Wind zu strecken, ein Dorf oder eine Stadt zu besuchen, Natur und Land und Leute betrachten, ein bisschen vor sich hin und her denken und ein paar Fotos schiessen und hier sowie auf komoot.de dokumentieren. Links und Tipps  ganz unten.
Auf dieser Seite werden die abgewanderten Etappen jeweils kurz in WORT und in BILD (oft ernst und oft auch mit einem kleinen Augenzwinkern oder dann wieder in völlig tabufreien philosophischen Gedankengängen) festgehalten. Wort und Bild ergänzen sich in der Regel zu einem Ganzen. Neuster Beitrag immer zuoberst. Hast Du Lust und Zeit, mich mal (ganz spontan oder geplant) auf einer Etappe zu begleiten ?       Google Community
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Frei nach Goethe: "Nur wo du zu Fuss warst, bist du auch wirklich gewesen."
Charles Darwin: "Alles was gegen die Natur ist, hat auf die Dauer keinen Bestand."

Etappe-24: Merligen - Neuhaus/Interlaken  04.09.2818   (in Wort und Bild)
Zirka 9 km Kilometer bei meist sonnigem äusserst angenehmen Wetter 
Einfach nur raus, einfach nur weg. Das ist das - und nicht nur aus Lust - freiwillig gewählte Tagesmotto. Aber der Tag verspricht einiges, denn das Wetter ist schön. Schön versöhnlich. Ein Becher voll Kaffee auf dem Bänkli auf Gleis 5 und es riecht nach Bedürfnisanstalt. Doch schon bald wird der Zug eintreffen, die Türen werden sich öffnen und die Gäste und Kunden willkommen heissen. Schön.
Musikalisch sorgt „Slash“ mit „You’re a lie“ für eine sich aufhellende gute Laune. Und das können er und seine Jungs sehr gut. Im Zugsabteil einer sein zweites Starkbier reinzieht. So unterschiedlich geniessen wir die Tagesstarter. Bern im „Rückspiegel“ wo sich wohl auch heute „Autonome“ und die Polizei via Presse gegenseitig beschimpfen und über Smileys streiten werden. Wie alle paar Monate, wenn’s gewissen Personen zu wohl wird und es nur noch kribbelt. Das „falsche“ Postauto führt nach Sigriswil statt nach Merligen. Gibt Zeit den Niesen mit ständig wechselndem Wolkenschmuck zu studieren. Hat auch seinen Reiz und würd man sonst ja kaum tun. Grosse Teile der Wegstrecke sind Pilgerweg und führen leicht erhöht via Beatushöhlen mit Suppenhalt nach Neuhaus/Interlaken. Es riecht angenehm nach Nadelholz und sind das gar einige Pilze, die da duften ? Unterwegs hämmert und lärmt es in einem Steinbruch. Ein vertrautes Geräusch. Neuhaus bewirtet viele Sonnenhungrige auf Wiesen und in Restaurants. Alles in allem eine äusserst schöne abwechslungsreiche Wanderung bei angenehmen Spätsommerwetter und einer gemütlichen Schifffahrt in den Abend hinein - von Neuhaus Richtung Thun. Und somit wär dann auch die 3. Staffel der Aarewanderungen abgeschlossen. Und da wir doch schon bei den Staffeln und Serien sind. Ab morgen - so liest Wanderer - gibt's eine neue Staffel der Rentnercops auf ARD. Doch die kommen bereits um 18:50 und das scheint Wanderer dann doch eher suspekt zu sein. Vielleicht in ein paar Jahren.
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Etappe-23: Oberhofen - Merligen  03.09.2818   (in Wort und Bild)
Zirka 8 km Kilometer bei bedecktem aber angenehmen Wetter 
„Good day“ singen „Nektar“. Was für eine jubilierende Begrüssung mit starker Gitarre. So beginnt ein guter Tag sinniert Wanderer und Thun als Zwischenstation scheint regelrecht entgegen zu fliegen. Und bevor in Oberhofen die Ohrstöpsel weggeräumt werden singt es sinnigerweise „Don‘t need no wings, to fly away“. Hinter Oberhofen ist der Weg Trottoir, welches Begleiter der Hauptstrasse ist und diese führt an zahlreichen Bootshäusern vorbei. Auf einem Rastplatz geniesst Wanderer die Sicht auf den absolut ruhig da liegenden See. Auf dem Boden hat es mehr herbstliche Blätter als noch vor einer Woche. Und ein ganz klein wenig duftet es bereits nach Herbst. Er darf kommen und mit seiner Farbenpracht erfreuen. Ein Denkmal erinnert an Winston Churchill als Verteidiger der Freiheit. Ja ... „Denk mal“. Ist ja auch nicht und nicht überall selbstverständlich. Freiheit. In der Reha–Klinik Schönberg ob Gunten gibts einen leckeren Fleischlos–Teller mit genialer Aussicht auf den See und die Nebel verhangenen Gipfel auf der gegenüberliegenden Seeseite. Hat auch so seinen Reiz. Und irgendwo in einer News–Mail steht heute geschrieben: Noch 111 Tage bis Weihnachten. „Der Countdown läuft“ ... würde Major Tom jetzt sagen. Er läuft immer irgendwo für irgendetwas und glücklicherweise wissen wir nicht immer ganz alles, trotz Instagram, Facebook und Twitter. Dominierende Farben auf dieser Wanderung scheinen gelb–orange–rot zu sein und das passt ganz gut in den Komplementärbogen der Seefarben. Oft führt der Weg recht „stotzig“ durchs Gelände und man sieht kaum ein Haus, das nicht in den Hang hinein gebaut worden wäre. Und nicht nur Schweizer Fahnen schmücken den Weg. Es ist generell eine farbenprächtige Etappe, die da in Merligen endet und von den Glocken weidender Kühe musikalisch untermalt wurde. Die Aare als Teil des Thunersee's. Macht Spass.
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Etappe-22: Thun - Oberhofen  02.09.2818   (in Wort und Bild)
Zirka 7 km Kilometer kühlem bedecktem Wetter 
Nach fast 13 Stunden Schlaf ist er da, der neue Tag. Es ist ein eher trüber und kühler Sonntag Morgen und Wanderer fragt sich, ob wohl die Sommerzeit – oder ist es eher die Winterzeit – noch dieses Jahr abgeschafft wird, wie ein paar Mutige und ein kleiner Prozentsatz befragter EU BürgerInen ganz offensichtlich meinen. Ja er erinnert sich, wie 1978 die Sommerzeit an der Urne abgelehnt worden war und dann 3 Jahre später dennoch eingeführt wurde. Und er erinnert sich, wie damals EUphoriker und andere moderne Mainstreamers die Gegner regelrecht niedermachten. Und heute, wo die EU daselbst dieses Konstrukt offenbar nicht mehr will ... da  ist es einfach nur noch seltsam still. Nur ein paar wenige verlieren sich in Diskussionen, ob Sommer– oder Winterzeit (auch Normalzeit genannt) denn die richtige sei. Ja und da ist er, ein Teil des bekannten Jakobsweg, wie auch die Webseite jakobsweg.ch aufklärt. Und zuvor auf dem Weg nach Thun gräbt sich das wunderschöne „Stabat Mater“ von Karl Jenkins  ins Herz von Wanderer ein. Solche Besucher hat er gern. In Thun wetteifern die Stehpadler auf der einen Seite und die Fotografen des lokalen Fotoclubs auf der andern Seite des Wegs. Ein bisschen weiter erfreuen Schwäne und Enten ein paar Spaziergänger und Gedanken aus der Vergangenheit schleichen sich behutsam bei Wanderer an. Und nicht alle wären nur willkommen und trotzem muss das zugelassen werden. Da gibts keinen Weg drum herum. Es ist wie das Wandern ein ganz klein wenig. Manchmal gibt es viele und manchmal gibts nur den einen Weg den man gehen muss, wenn man weiterkommen will, auch wenn‘s schmerzt. Der Thunersee von oben ist schön anzuschauen. Und viele Menschen sind mit ihren Hunden unterwegs und unterhalten sich teilweise ganz intensiv – mit ihren Hunden. Wanderer fragt sich, wie es wohl möglich ist, dass die einen Hunde Schweizerdeutsch tipp topp verstehen während andere Französisch problemlos zu verstehen scheinen. Genial. Denn Goodi–Goodi heisst wohl auch nicht überall gleich. Fast windstill sich der See präsentiert während dem die weissen und farbigen Segelboote fast bewegungslos vor sich hin tümpeln. Und auf einer Parkbank parkiert liest Wanderer noch ein wenig aus der NZZ am Sonntag und studiert am Satz „Chemnitz ist das Vergrösserungsglas für die Konflikte, die überall in Deutschland schwelen, seit die Flüchtlingskrise das Land spaltet“ herum und glaubt auch wie ein zitierter Linker meint: Wir müssen mit den Rechten reden (und auch dort hinhören), denn es sind inzwischen zu viele. Kleine Wellen schlagen leise an die Steine des Ufers als sei immer alles einfach nur gewesen oder vergänglich oder beides. Und es gibt auch gute Nachrichten in der Zeitung. Die Wetterprognosen für Montag bis Mittwoch. Ein sanft aufkommendes Windlein hilft, dass die Boote ein wenig an Fahrt aufnehmen können. Auch das stimmt zuversichtlich und versöhnlich.
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Etappe-21: Kiesen - Thun  29.8.2818   (in Wort und Bild)
Genau 11 km Kilometer bei angenehmen Wetter und später ganz leichtem Regen 
Im Kopfhörer spielt „Dollar Brand“ die Lieder aus „Good News from Africa“, in den 70–er Jahren eine DER Kult–LP´s und Wanderer fragt sich, ob denn die News aus dem vergessenen Kontinent in der Zwischenzeit besser geworden sind. Wohl kaum und dies nicht nur wegen der Chinesen oder der aktuellen Asyl– und Migrationsdebatte. Wie viel wir eigentlich über jedes verlorene Land oder Kaff auf dieser Welt wissen könn(t)en, wenn wir es denn auch wirklich woll(t)en und wie wenig es uns am Ende dann auch wirklich interessiert. Und das ist vielleicht auch einfach gut so, weil alles verkraften – „das schaffen wir“ vermutlich einfach nicht – auch wenn gutmeinende PolitikerInnen dies zu glauben scheinen. Im Meer von News und im Strudel von Fake–News schmeisst gar manche(r) dann lieber mal das Handtuch. Verständlich irgendwie.
Kiesen döst – eine Stunde vor Mittag – vor sich hin und die ruhige fliessende Aare ruft. Und schon bald, kurz nach dem schönen Thun, wird sie für einige Zeit der Wanderung nicht mehr Fluss sondern See sein. Noch breiter und noch erhabener.
Doch das kommt später. Kurz nach Kiesen trennen sich Aare und Autobahn und Wanderer realisiert wie gut hier die Luft ist und wie gut gute Luft sein kann. Vielleicht ein wenig so wie schön gekühltes Wasser mit ein bisschen frischem Ingwer und frischer Minze. Zahlreiche Hunde vergnügen sich sichtlich am Ufer der Aare und alle scheinen glücklich. Frauchen, Herrchen und Hund(chen).
Bei der berüchtigten Hunzikenbrücke bringt ein Verkehrssignal deutlich zum Ausdruck, dass es für Pferde verboten ist, unter der Brücke durchzukriechen, bei knapp einem Meter Höhe. Es soll ja immer wieder Rösser geben die‘s trotzdem versuchen. Zwischen Steffisburg und Thun erstreckt sich ein riesen grosses Militärgelände und eine Tafel am Gitterzaun weist darauf hin, dass sich hier Hunde tummeln könnten, hüben wie drüben. Ein Plakat am Wegesrand zeigt Wanderer, dass es nicht nur die Migros- und Coop-Kinder gibt. Neben den orangen Riesen thronen nun auch andere Farben. Am Aareuferweg gleich nach der Kaserne wird deutlich: Willkommen in der Stadt. Und so gehts gemächlich Richtung der immer von neuem schönen Altstadt. Und wie auch schon früher so auch heute. Eine Begegnung mit sympathischen Bekannten aus vergangenen Zeiten anlässlich einer Velotour in Südfrankreich. Zufall oder nicht ... Wanderer wird ein wunderbarer Tee angeboten in einem neuen äusserst charmanten Tee Lokal ( https://beletage-thun.ch/de/home.php ) im ersten Stock, das nächsten Samstag die offizielle Eröffnung feiern wird. Und da gibt es nur eine Empfehlung für TeeliebhaberInnen und solche die es werden möchten. Hin gehen, probieren und geniessen !
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Etappe-20: Rubigen - Kiesen  27.8.2818   (in Wort und Bild)
Genau 12 km Kilometer angenehmen Wetter 
Es ist nicht schön, sich kurz nach dem Erwachen und Aufstehen schon kräftig ärgern zu müssen, denkt Wanderer. Doch er tut es – „contre coeur“ – wie man so zu sagen pflegt. Die Fensterstoren der Mietwohnung sind immer noch nicht montiert. Weit mehr als 8 Wochen überfällig, improvisiert und niemand kümmert sich, so der Eindruck sich untrüglich zu bewahrheiten scheint.
Deshalb raus in die Natur, tief durchatmen und leicht erhöhten Puls, lieber vom Wandern als vom Ärger, der halt hin und wieder auch ein Begleiter im Leben ist.
Simon and Garfunkel versuchen mit schönen Songs die Gedanken freundlicher zu stimmen, was dann auch „peut–a–peut“ gelingt.
Und dann ist er da, dieser Fluss, den Wanderer nun bereits seit 20 Etappen erkundet und feststellt, dass die Farbe jedesmal anders und immer wieder wie neu hingepinselt ist. Faszinierend anders.
Auch auf dieser Strecke spürt man, wie viel die Menschen unternommen haben, um dieses Naherhohlungsgebiet attraktiv aber auch Natur–nah zu gestalten und zu behalten.
Und einige Strecken neben der Autobahn erinnern, dass zwischen Bern und Thun vielerlei Bedürfnisse abgedeckt werden müssen. Ein Nebeneinander, das hie und da auf der Strecke durch „das Rauschen“ der zahlreichen Autos präsent bleibt. Wie ein spielerischer Wettbewerb zwischen Fluss– auf der einen Seite und Technik-Geräuschen auf der andern Seite. Und trotzdem: Wer Ruhe sucht muss hier nicht wandern gehen.
Die Lärmschutzwände sind verziert mit Graffitis und Tags, mehr oder weniger schön und mehr oder weniger originell. Zahlen in beliebigen Folgen und scheinbar ohne ersichtlichen Sinn, bloss null sieben neun fehlt – für ein Mal.
Die Sonne lugt meistens zwischen vereinzelten Wolken hervor und gibt eine angenehme Wärme ab, welche ein wohliges Gefühl vermittelt.
Vereinzelte Gummiböötler lassen sich still und ruhig oder lachend und scherzend den Fluss runter treiben. Es ist ein guter Tag dafür.
In Kiesen besteigt Wanderer den Zug nach Thun und gönnt sich noch ein Fährtchen mit dem Kursschiff auf dem Thunersee. Zielsicher steuert das Schiff von Station zu Station Interlaken entgegen. Und mächtig erheben sich die Berge auf der rechten Seite. Ein leichtes frisches Lüftchen begleitet die Schiffspassagiere. Touristen aus unzähligen Ländern geniessen sichtlich das Panorama. Und als die alt ehrwürdige „Blüemlisalp“ stolz an unserem Schiff vorbeidampft, da stehen zwei Männer auf und heben die gestreckten Finger der rechten Hand zur Stirn und grüssen – vermutlich das Schiff, die Besatzung und die Geschichte dieses Dampfschiffs und Johnny Cash singt mit tiefer, reifer Stimme den absolut fantastischen Song „Hurt“ (komponiert von Nine Inch Nails) und man merkt, wie sehr dieses Lied auch sein Lied und vielleicht das seines Lebens ist. Berührend und ergreifend schön!
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Etappe-19: Bern Marzili  -  Rubigen   26.8.2818   (in Wort und Bild)
Ca. 12 km kurzweilige schöne Kilometer angenehmen Wetter - charmant begleitet von U.P. (merci) - und heute ohne Fotoapparat ("nur" mit Smartphone)
Nach einer längeren Pause - teilweise auch Wetter bedingt - und der Lorraine-Chilbi als Abschluss stehen nun wieder neue Wander-Etappen an. Heute gibt es keine grossen Worte zur Anreise. 3 Busstationen und der Bahnhof Bern ist erreicht, wo Wanderer seine Begleiterin trifft. Gemeinsam geht es Richtung Bundesterrasse und dann runter zum Marzili, welches auch schon mehr Leute als heute gesehen hat. Es ist teilweise kühl, an sonnigen Stellen jedoch angenehm warm. Die Strecke ist weitgehend bekannt. Und dennoch entdecken die Wanderer immer wieder neue hübsche Plätzchen an der Aare, hier eine neue Bar und dort eine "Brätlistelle", die es früher nicht gab. Es ist schön, diese Veränderungen festzustellen. Es ist nicht immer das schöner was früher war. Oft ist genau das Gegenteil der Fall. Im "Fähri Beizli" bei Muri gibt's einen kleinen Kaffeehalt, angenehm an der wärmenden Sonne. Viele Leute geniessen dort ein kleines Zmittag oder einen guten Schluck. Auf dieser Route sind recht viele Menschen zu Fuss oder auf dem Velo, mit oder ohne Hunde und auch Pferde unterwegs. Es hat kaum Schwimmer oder Gummiboote. Wanderer können sich jedoch gut vorstellen, wie es zu Zeiten der ganz heissen Tage an dieser Aarestrecke ausgesehen haben mag. Kopf an Kopf und Boot an Boot die Aare runter.
Angenehme Gespräche über Dies und Das, Gott und die Welt, die letzten Ferien und darüber, wie schön wir alle eigentlich hier leben können runden diese Sonntags-Etappe ab und geben ein gutes Gefühl für einen angenehmen Wochenstart.
Und irgendwo - kurz vor Rubigen - tanzen Spiegelungen zur "Musik" der Autobahn (Kurz Video weiter unten).
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Etappe-18: Bremgarten/Bern  -  Bern Altstadt   20.8.2818   (in Wort und Bild)
11,7 kurzweilige Kilometer bei sehr warmen Wetter - charmant begleitet von D.d.T (merci)
Auch die heutige Etappe führt Wanderer auf vertrauten Pfaden, ausgehend von Bremgarten Schloss, vorbei an der Zehndermätteli-Fähre (wo ein "Hochzeitspaar" - vielleicht zur Musik des Flusses - ein schönes Tänzlein aufführt) Richtung Reichenbach, wo das Schloss Reichenbach stolz über der Aare thront und dann weiter Richtung Berner Altstadt. Es wird immer städtischer und trotzdem schmückt Natur pur grosse Wegstrecken. Je näher die Lorraine kommt, desto mehr Menschen tauchen schwimmend in der Aare auf und geniessen sichtlich das kühlende Bad. Ein wohl aus dem Fluss gezogenes Fahrrad am Wegesrand zeigt, dass nicht nur Publibikes in diesen Tagen eine Leidensgeschichte zu erzählen haben. Ja Bern und die Velos. Da gäbe es sicher noch so manches zu erzählen. 
Beim Vorbeiwandern im schönen Lorraine-Bad realisiert Wanderer, dass es vielleicht gar nicht mehr all zu lange dauern wird, bis an Stelle der Badenden Saunagäste sich an der Hitze in den Jurten erfreuen werden. Auf der Terrasse der kleinen und sehr gemütlichen Brasserie Bärengraben setzen sich die beiden Wanderer zu einem feinen Zmittag nieder und setzen die interessanten und heiteren Gespräche von früher und heute und dem was alles dazwischen lag auf angenehme Weise fort. Es gibt so manches aufzufrischen und neues zu erzählen. Auf dem Rückweg durch die Altstadt zeigt sich Bern wieder mal von der ganz schönen Seite und überrascht und überzeugt durch neue Läden und bunten Blumenschmuck. Und jetzt ein paar Tage Pause, ein wenig Zeit für https://lorraine-bern.blogspot.com und danach gehts ab Richtung Muri, Münsingen, Thun.

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Etappe-17: Hinterkappelen  -  Bremgarten/Bern   19.8.2818   (in Wort und Bild)
Mal "nur" 6,6 Kilometer bei relativ warmen Wetter mit kleinem Gepäck.
Details:  https://www.komoot.de/tour/43173516?ref=itd
Es ist immer wieder ein gutes Gefühl von einem schönen Tag begrüsst zu werden. Und, fast um das noch zu unterstreichen, hört Wanderer sich die Musik von „Dada ante Portas“ an. Eine Musik, die bei ihm eine Art Glücksgefühl hervorruft, manchmal. Und er erinnert sich an ein Konzert vor wenigen Jahren in Köniz. Es war ein schönes Konzert gewesen und fröhlich und ausgelassen wares sie gewesen, dieses Dadas.
Bern verschwindet langsam im Rückspiegel des Poschis. Vorbei an der „Insel“, ein Ort in dem sich Tag für Tag, Tag und Nacht Menschen um Menschen kümmern. Kompetent und liebevoll. Dankbarer müsste man ab und zu dafür sein. In andern Ländern ... doch lassen wir das für heute. Zu schön grad die Sonne scheint.
Dass Strassen zuweil ganz spezielle Name haben können springt Wanderer kurz nach Ankunft in Hinterkappelen ins Auge. Und eine Konditorei versucht mit einem Hexenbrezel zu verführen. Aber nein danke, ich laufe lieber. Fliegen ist was für andere. Dafür gibts zwei leckere Vogelnästli für unterwegs.
Der Weg bis nach Bremgarten/BE ist Wanderer bestens vertraut. War oft der Nachhauseweg mit dem Velo. Damals ... vom Büro.
Und dann kommen da Bremgarten und Bern-Felsenau. Hier hat Wanderer gut 30 Jahre seines Lebens verbracht. Hochzeit, Geburt der Kinder, Jugend- und Schulzeit der Töchter, eigenes Geschäft im Quartier, 2 Häuser, Aareüberschwemmung 1999, 2 Katzen, 2-3 Autos, Scheidung und ... Jetzt ? Das Jetzt, hervorgekommen aus einem ganzen Päckli an Erinnerungen und Erlebtem. Und es sind fast nur die schönen Erinnerungen, die haften geblieben sind und überlebt haben und Wanderer hier begrüssen und Schritt um Tritt begleiten, eine gewisse Zeit. Es ist ein riesiger Spannungsbogen an Vergangenheit, der hier innert kurzer Zeit und auf kurzer Strecke zusammen kommt.
Trotzdem oder gerade deshalb endet die heutige Etappe etwas früher. Denn die Aare an einem schönen Sonntag gehört vor allem den anderen. Denen, die ab Montag wieder arbeiten werden. Wanderer kommt morgen wieder oder vielleicht auch übermorgen. Und dann werden die Aareschlaufen angepackt.
Und heute gibts wieder mal (und bei Flexitariern gibt's das längst nicht jeden Tag) ein gutes Stück Fleisch vom Tier das noch Tier sein durfte! Und Wanderer wird sich beim Tier bedanken, dass es für uns gestorben ist und dass er es essen darf so wie das neulich Steff la Cheffe bei einer Grill-Talk-Sendung auf SRF eindrücklich vorlebte. Eine beeindruckende Frau nota bene. Alt darf ruhig auch noch von jung lernen. Und danach gibts dann den Sonntagskrimi. Willkommen zurück in der Realität.
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WER BRAUCHT SCHON DAS MEER? FLUSSSCHWIMMEN IST IN BERN DER VOLKSSPORT NUMMER 1. DAS KRISTALLKLARE, GRÜNBLAUE UND SAUBERE WASSER DER AARE, DIE VON DEN BERNER GLETSCHERN DEN WEG IN DIE HAUPTSTADT FINDET, IST DIE BESTE ERFRISCHUNG AN HEISSEN TAGEN. BEI SCHÖNEM WETTER TUMMELN SICH HUNDERTE VON BERNERINNEN UND BERNER IN DER AARE UND GENIESSEN DAS FLUSSSCHWIMMEN, GUMMIBOOTFAHREN UND SURFEN, WÄHREND HOCH OBEN DIE BEEINDRUCKENDE UNESCO-GEKRÖNTE ALTSTADTKULISSE THRONT.


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